Meta





 

Schimmel an den Wänden und überteuertes Koh Samui

Hallo meine Lieben,

heute Morgen konnten wir ganz relaxt ausschlafen und unsere Sachen packen. Nach einem schönen Frühstück am Strand kam unser Taxi und fuhr uns zum Pier. Dort lernten wir eine echt coole Deutsche aus Öhringen kennen die dann auch gleich mit uns ins Hostel fuhr. Dort mussten wir leider einsehen das 3€ pro Nacht für ein Hostel keine hygienischen Standard beeinhaltet. Es müffelte nach Schimmel und irgendwelchen Körperausdünstungen weshalb schnell klar war das wir in ein Air Con Zimmer gehen, indem es genauso schimmelte aber eben kälter war. Nach kurzem Erkundschaften und gerümpften Nasen liefen wir zusammen in die Stadt. Angi, das Mädel das wir kennengelernt haben ist eine echt lustige Persönlichkeit die so manche Ansichten mit mir teilt. Aber leider muss sie in 4 Tagen zurück nach Deutschland… Wir gingen am Strand entlang und suchten nach Essen, mussten aber feststellen das es hier nichts billiges gibt. Irgendwann fanden wir ein Restaurant das gerade „Happy Hour“ hatte und deshalb Thai Food für 90 Baht anbot. Lustiger weise inkludierte das nicht den Reis (Reis ist ja schließlich kein Thai Food) und der hat nochmal extra 30 Baht gekostet. Ich entschloss nichts zu essen weil ich vorhin eine gesamte Oreopackung verfuttert habe. Also sah ich den beiden beim Essen zu und wir quatschen… Nach dem Essen ging es auf Hotelsuche weil für uns alle drei festlag das wir keine weitere Nacht im Samui Hostel schlafen würden… Nach einigem Suchen und der Fund eines neuen Hobbys für Angi fanden wir um 19 Uhr endlich ein Hotel indem wir den Preis heruntergehandelt haben und auf 8€ pro Nacht kamen… Nach der Erleichterung doch noch ein Zimmer gefunden zu haben ging es gleich nochmal an den Strand auf der Suche nach einer gechillten Bar, die billigen Kaffee hatte. Am Strand war die Suche vergebens da dort der Kaffee 120 Baht mindestens kostete. In der Hauptstraße fanden wir dann doch noch ein Restaurant das billigen Kaffee und eine Kleinigkeit zum Essen hatte. Dort saßen wir eine ganze Weile und unterhielten uns über die Traveller der anderen Länder und lustigerweise haben Angi und ich ähnliche Dinge erlebt…nach einigem Gelaber und dem krampfhaften Versuch eine getrennte Rechnung zu bekommen ging es endlich weiter… Wir schlenderten durch die Straßen und blockten etliche Verkäufer und Werbeleute ab.  Zum Spaß gingen wir noch in weitere Hostels, naja wohl eher Nobelschuppen um die Preise rauszufinden. Zwischenzeitlich buchten wir noch eine Tour für morgen die Angi machen wollte und für uns wohl auch recht spannend werden könnte aber das sehen wir mal morgen. Uns zog es noch in europäische, überteuerte und stark runtergekühlte Läden um Stoffe und Schuhe anzusehen. Und anschließend noch unseren täglichen Gang zum 7/11 für ein absolut nahrhaftes Frühstück (nicht) und als wir daheim waren mussten wir feststellen das es schon 23 Uhr war. Jetzt mussten wir nur noch duschen, was eine wirklich eklige und schimmlige Herausforderung war. Und nach der Dusche juckte mich alles weil ich mich mit dem Handtuch von dem Hostel abgetrocknet habe… Ich schlafe heute Nacht definitiv in meinem Schlafsack. Zum ersten Mal bin ich richtig froh meinen Schlafsack dabei zu haben….

Also gute Nacht meine Lieben!

22.9.17 18:38, kommentieren

Nen ganz chilligen…bis der Monsun kam

Heute hatten wir mal zum ersten Mal nichts geplant und hatten die Hoffnung ein bisschen am Strand chillen zu können. Aber leider war es recht bewölkt. Das hielt uns zwar nicht davon ab am Pool zu liegen aber irgendwann wurde es zu windig sodass wir uns in unseren Bungalow verkrochen haben und schon weiter recherchiert haben. Ich habe heute Morgen noch auf Netflix Filme geschaut und einfach den Kytesurfern zugesehen während Mama gelesen und geschlafen hat. Irgendwann um 3 Uhr merkten wir wie ausgehungert wir waren und machten uns auf in die Stadt. Irgendwann fanden wir ein Restaurant das preislich im Rahmen und die Küche zu sehen war. Man merkt von Insel zu Insel wie es teurer wird. Ich habe schon richtig Angst vor Koh Samui. Ich hoffe die übertreiben nicht mit den Preisen. Während wir auf unser Essen warteten fing es auch an zu regnen aber nach dem Essen hat es zum Glück ausgeregnet, dachten wir jedenfalls. Mit dem Essen fertig gingen wir bei einer Wäscherei vorbei die ihre Wäsche direkt vor der Straße aufhängt. Eigentlich ist das ja ganz praktisch…Wir konnten noch so einige witzige Tatsachen feststellen während wir auf der Straße schlenderten. Mama fand einen Laden in den ich nicht reingegangen bin und hat so eklige Dinge zum essen gesehen das sie mir nicht mal davon erzählen wollte. Wir gingen noch in second hand shops, kauften Bananen und wurden von einem sehr plötzlich sehr dunkel werdenden Himmel in Acht nehmen. Nach sehr kurzer Zeit prasselte der Regen auf uns runter und das Gewitter erhellte den Himmel. Alle Läden hatten ganz schnell zu gemacht weshalb nur noch die paar Restaurants und der c-market und der 7/11 auf hatte. Also vertrieben wir unsere Zeit im Supermarkt und kauften Brownies und Oreos für möglich, wohl eher sehr wahrscheinliche Hungerattacken vorzubeugen. Auf dem Weg zurück dankte ich unserem Fortschritt, dank dem bin ich mit meiner Regenjacke nicht nass geworden. Erst als ich kurz das Handy rausholte und in den Rucksack stopfte und vergaß meine Jackentasche zuzumachen wurde meine Bluse plötzlich ganz klebrig. Aber das war alles halb so wild, wir sprangen in die Pfützen und mussten teilweise entsetzte und verstörte Blicke der Thais in Kauf nehmen weil wir einfach im Regen laufen. Als die Straßen nicht mehr ganz so gut beleuchtet waren wurde es dann schon auch eklig. Ein Frosch sprang auf meinen Birkenstock und ein Tausendfüßler versuchte verkrampft irgendwie durch die Pfützen zu kommen. Also kroch alles Mögliche Getier um uns herum während wir in die Pfützen sprangen. Endlich am Bungalow angekommen erzählte und Bobo, die beste Gastgeberin der Welt (sie kann fuckin und scheiße sagen und macht sich über alles und jeden lustig) das die nächsten 4 Tage ein Monsun über uns kommt und daher das Wetter nicht besser wird…

Und wir haben uns auch noch für morgen eine Überfahrt nach Koh Samui gebucht. Ich hoffe auf dem Boot sind nicht schon wieder Japaner mit ihren schwachen Mägen neben mir!! Wir hoffen mal das BesteJ

So das war’s auch schon für heute, es war mal tatsächlich kein Abenteuer sondern einfach ein ganz gechillter, verregneter Tag

Gute Nacht

 image

 

 

 

 

 

 

German Beer in Thailand

 image

 

 

 

 

 

 

eine wunderschöne hässliche Wand

 

image

 

 

 

 

 

 

 

 der Anfang des Regens

 

21.9.17 16:39, kommentieren

Ko Phangnan, erste Rollerfahrt und Fleischkäs mit Bratkartoffeln

Haaach, der Tag begann damit das betrunkene und etwas verwirrte, eigentlich schone erwachsene Jungs in unser Zimmer gelaufen kamen und sich bepisst haben vor Lachen weil sie im falschen Zimmer gelandet sind. Irgendwann konnte ich wieder einschlafen aber einer der Jungs hat entweder zu viel Gras geraucht oder kam mit der Gesamtsituation nicht zurecht, er hat wirklich noch eine gefühlte halbe Stunde gelacht, gekichert und geschwätzt. Morgens kam er aber raus und entschuldigte sich was ich beinahe schon süß fand. Ich aß meine Papaya, putzte schnell meine Zähne und dann auf ins Taxi, wo wir wieder auf der Ladefläche saßen und bei der viel zu schnellen Fahrt die Aussicht und den kühlen Wind genossen. Beim Pier angekommen und auf das Boot wartend aß ich mein zweites Frühstück. Müslitüte auf, Milch rein, ein bisschen rumrühren und schon ist der Tag gerettet!

Auf dem Boot bin ich recht schnell wieder eingeschlafen, weshalb mich Mama schnell weckte um noch meinen Rucksack zu holen. Vom Boot runter wurden wir wie gewohnt von Massen Taxifahrer begrüßt und zum Taxi gelockt. Da ich aber sparen wollte lauften wir los, wir hatten ja schon eine Karte von der Insel Ko Phangnan. Nach allerhöchstens 10 Minuten Laufen bat uns schon ein Mann an uns mitzunehmen. Wir lehnten dankend ab und liefen weiter. Nach nur kurzer Zeit kam er hinter uns her gefahren und sagte er fährt uns kostenlos zu unserem Bungalow. Da durften wir natürlich nicht Nein sagen. Auf der ganzen Fahrt erzählte er wo er zur Schule gegangen ist und das er sechs Jahre in Bangkok gelebt hat zum Studieren und wo es die billigsten Bungalows gibt, wo die Besten. Er gab uns noch seine Nummer und falls wir irgendwelche Probleme bekommen oder Fragen haben sollen wir ihn ruhig anrufen. Was für ein netter Kerl!

In dem First Villa Resort angekommen, konnten wir recht schnell unseren Bungalow beziehen (es war auch erst 11 Uhr) und setzten uns an den Pool um die Tage durchzuplanen. Es ist kaum zu glauben wie billig die Unterkünfte sind aber wie teuer das Essen verhältnismäßig.

Nach Hin und Her Überlegen und längerem Überreden einen Roller zu mieten saßen wir auch endlich auf einem und konnten los die Insel besichtigen. Ich bin in Deutschland noch nie Roller gefahren und meine  Linksverkehr Erfahrung liegt schon 4 Jahre zurück. Trotzdem ich Mama noch hinten drauf hatte und Thailändische Straßen fahren musste ist niemand umgekommen und dem Roller geht’s noch gut. Erst als wir mitten im Nirgendwo zu einem Wasserfall gefahren sind und ein wirklich sehr süßer Hund mir in mein Vorderrad reingehüpft ist wurde es brenzlich. Anhalten ging bei meinem Tempo und den Straßenbedingungen nicht, Ausweichen hätte ich nur in ein Menschengroßes Schlagloch können also musste ich gerade aus fahren und den Hund der ganz offensichtlich keine Angst vor Roller hat versuchen nicht zu erwischen. Ich hab ihn schließlich doch erwischt und er jaulte auf, was mir beinahe das Herz brach aber was hätte ich den Bitteschön tun können???image

Jetzt ging es in irgendein Restaurant einen leider etwas doch zu spicy rice essen und dann ab nach oben zum Wasserfall. Bei der schwülen Hitze ist ein langer Spaziergang schon anstrengend, eine Wanderung dagegen gilt als Workout für eine ganze Woche. Der Schweiß tropfte von meinem Kinn und floß die Knie herunter. Aber egal wie das jetzt klingt, der viele Schweiß tat gut denn er kühlte wenigstens ein bisschen.

Wir waren ganz offensichtlich nicht auf eine richtige Wanderung vorbereitet weshalb wir mit Flip Flops uns den Weg durch den Tropenwald suchten. Außer die Felsen hoch zu krabseln war e auch beinahe gut möglich. Wir sind nach einer halben Stunde beim Wasserfall angekommen, der eher einem Rinnsal glich da es zu wenig regnet. Also stiegen wir den ganzen Berg wieder ab und mit dem Roller an die Küste. Noch schnell beim Hund vorbei und schauen ob ich ihn arg erwischt habe oder ob es ihm gut geht ( er hüpfte fröhlich vor sich hin) und dann zur Nordküste der Insel an den Strand. Nach ständigen Auf und Ab, wunderschöner Aussicht auf das Meer und durch unzählige Palmenwälder durch fuhren wir nach 2 Stunden auch wieder Richtung Bungalow.

Dort ging es direkt in den Pool und den leider nicht ganz so spektakulären Sonnenuntergang beobachten. Mein Popo brennt aber immer noch als wäre ich die Sonne…

image

Nach einigem Rumsuchen, Recherchieren und Planen machten wir uns wieder auf die Suche nach Essen. Ich hatte auch schon eine genau Vorstellung wo es hingehen sollte. Auf Ko Phangnan gibt es ein richtig deutsches Restaurant mit deutschem Radio, Fernsehen und allem Drum und Dran. Da ich dieses Jahr nicht ganz so viel Zeit in Deutschland verbracht habe konnte ich auch nicht die deutsche Küche genießen und genau das musste ich jetzt nachholen egal wie viel der Spaß mir kostete. Ich gönnte mir ein Fleischkäs mit Ei und Bratkartoffeln und Mama holte sich Kässpätzle. Als das Essen kam konnte ich meine Freude nicht verbergen und unser Gastgeber freute sich ganz herzlich mit mir. Wir saßen zusammen mit dem Gastgeber und einem Österreicher an einem Tisch und unterhielten uns die ganze Zeit über. Irgendwann ging es dann trotzdem wieder heimwärts wo wir uns noch prächtig mit Bobo unsere Vermieterin des Bungalows unterhielten. Ich habe noch nie so eine lustige und scherzhafte Thai kennengelernt. Sie ist wirklich ein Goldstück und verdient wirklich die Empfehlungen…

Und bevor es endlich ins Bett geht liegen wir auf einer Liege direkt am Strand und hören den Wellen zu und beobachten Bobo die gerade andere Gäste bemalt für die Black Moon Party…

image

20.9.17 18:12, kommentieren

Sonnenbrand am Arsch

Was gibt es eigentlich schöneres als sich  über Sonnenbrand beschweren zu können? Nach einem Tag tausend Fische und Korallen betrachten sind wir echt erledigt und strahlen so vor roter HautJ Früh morgens wurden wir abgeholt vom Taxi das uns zum Boot fahren wird. Mein Frühstück bestand aus einer halben Papaya und einem Müsli von der Tüte selbst zuammengemixt… das war schließlich am billigsten und am leckersten. Ich habe bis jetzt noch kein asiatisches Frühstück probiert aber vielleicht traue ich mich ja irgendwann mal…Vielleicht kann mir jemand von euch verraten was es zu empfehlen ist?!

Auf jeden Fall wurden wir von dem Taxi auf dem wir auf dem Dach saßen zum Pier gefahren und bekamen dort noch Kaffee, Tee und Kekse. Als wir auf das Boot gingen mussten wir erst durch 4 andere Boote durchsteigen, also wirklich von dem einen Boot auf das andere bis wir auf unserem Boot warenJ Unser sehr nette Guide erklärte uns kurz wie viel Zeit wir jeweils an den Buchten hatten und worauf wir genau achten sollen. ER versuchte uns auch ständig noch mehr Kaffee, Tee und Obst anzudrehen…so stell ich mir Gastgeber vor (ich bin selber ein echt schlechter Gastgeber…eigentlich wissen doch alle wo bei mir was ist und ich bediene mich bei den anderen auch wann ich will, also&hellip.

 image

Die erste Bucht soll nicht so schön sein aber wir sprangen trotzdem in das klare kühle Nass und uns bot eine schöne Sicht. Leider beschlug sich meine Brille ständig weshalb ich im Wasser hin und her zappelte. Das Wasser war teilweise nicht tief und da hatte ich wirklich Schiss in eine der Mördermuscheln reinzutreten oder einen dieser riesigen Stachel der Seeigel abzubekommen. Nach hin und her schwimmen und runtertauchen mussten wir auch wieder zum Boot und zur nächsten Bucht (Shark Bay) da war das Wasser schon tiefer was es unheimlich machte…schließlich heißt die Bucht Shark Bay. Aber wir konnten keinen Hai sichten, dafür aber einen Schwarm voller bunten Fische und einen sehr 50cm Fisch der rote, gelbe und Schwarze Streifen hatte. Da wir uns einfach treiben ließen hatten die fische auch keinerlei Bedenken uns zu nähern und so konnten wir mit den Fischen durch ihre Korallen tauchen. An den anderen Buchten wurden die Korallen bunter und die Fische vermehrten sich. Hier war zum Glück noch nicht so viel beschädigt. Der Guide erklärte uns das die Japaner und Chinesen die Unterwasserwelt nicht als Natur sehen sondern eine Möglichkeit gute Selfies zu schießen. Deshalb wurden Flossen jetzt auch auf der ganzen Insel verboten sodass nicht jeder das Riff beschädigt. Nur noch Taucher dürfen Flossen haben und die haben immer einen Guide dabei oder müssen einen Tauchschein haben indem das Thema besprochen wird.

Nach zwei anderen Buchten gab es auch endlich Essen! Ich hatte schon richtig Hunger. Ein Buffet wurde aufgestellt und da wir nur zu 15 waren standen wir nicht ewig am Buffet herum. Ich aß Reis mit Gemüse aber durfte nicht zu viel essen… Ich will nicht noch Fische füttern gehen…

Einmal ganz um die Insel kam das Highlight des Tages, meine Trauminsel Ko Nagyuan. Ein Strand verbindet die drei Inseln und macht sie tagsüber quasi zu einer. Nachts (bei Flut) muss man aber von Insel zu Inseln schwimmen. Wir steigen auf den Aussichtspunkt der einen Insel und hatten eine unglaublich schönen Blick auf das Wasser. Von oben konnte man das Riff deutlich sehen. Gestern war ich weiter draußen ganz unten und heute kann ich noch das flachere Riff begutachten. Nach einigen Bildern die alle nicht gut wurden da Mama entweder ihre Finger im Bild hatte oder sie die Kamera schräg hielt gingen wir den schmalen Weg wieder runter und unterhielten uns die ganze Zeit mit einer Italienerin die selbst noch nie in Süditalien warJ Unten liefen wir noch um die eine Insel auf einem Steg und dann ab ins Wasser. Auf der Seite der Twins (so nennen die diesen Teil) war es sehr flach sodass wir auf die andere Seite gingen (Japanese Garden) der sehr viel tiefer und bunter war. Ich musste erst mal wieder meine Brille richten und wir sanden gemütlich im Wasser als plötzlich ein blauer (wunderschöner) Fisch mich in meine Füße zwickte. Er hatte offensichtlich keine Angst vor mir und empfand mich als dreckig weshalb er mich wusch… Ich versuchte ständig diesem Putzteufel zu entkommen aber er hat es auf mich abgesehen. Also zog ich schnell meine Brille an und ab ins tiefe WasserJ . Da traute ich mich recht nah an die Mördermuschel hin und tauchte runter wenn ein großer Schwarm kam. Mama und ich machten Unterwassersaltos und tollten im Wasser rum bis unsere Finger sich beinahe auflösten. Wieder auf Stehhöhe kam mein Putzfreund und wir kicherten und sprangen im Wasser herum bis wir rausmussten. Auf dem Boot gab es noch Wassermelonen und Ananas, alle unterhielten sich kreuz und quer und wir fuhren wieder zurück zum Sairee Beach. Alle meine Akkus waren leer und ich die Rückfahrt nicht mehr filmen aber hey immerhin hatte ich einen megageilen Tag, zwar mit wenig Bildmaterial aber das ist alles im inneren Auge gespeichert image

Wieder am Hotel duschten wir schnell und erschraken beide über unseren Brände. Mein gesamter Popo hat sich in ein dunkelrot gefärbt und ich kann nicht mehr sitzen. Mein restlicher Körper ist echt total in Ordnung nur der Arsch glüht als wäre es +40 Grad…

Nach intensivem Eincremen ging es heute Pizza essen mit einem fantastischen Sonnenuntergang und danach noch einen Crepe. Mit dem Crepe liefen wir bei der Partymeile vorbei die zurzeit tote Hose ist. Auf der Insel sind ja auch recht wenig Touristen…ist eben auch keine Saison.

 image

 

 

 

 

 

 

 

 image

Lektion für heute: Geh niemals ungeduscht ins Meer, putzfreudige Fische riechen das!

 

P.S.: Wie ist es zurzeit so in Deutschland und was macht ihr alle so daheim? 

Ach und nein ich habe es noch nicht geschafft einen neuen Blog einzurichten, ich bin froh wenn ich mal vor 12 ins Bett komme...

 

 

 

 

19.9.17 17:14, kommentieren

Discover Scuba Dive

Der Tag ist gekommen!!Wir waren tauchen. Hier muss man das ja auch, es gibt schließlich mehr Tauchschulen als Restaurants… Unsere Tauchlehrerin, die vielleicht etwas älter war als ich ging mit uns durch alle möglichen Informationen, Verzichtserklärungen und und und. Zum Glück bekam ich einen Kaffee, es war schließlich erst 9. Bis wir endlich durch waren mit Fragen, Übungen und Tauchausrüstung war schon 11 Uhr. Also konnten wir bis um 11:45 Uhr chillen und was zu essen suchen. Wie üblich schafften wir es nicht rechtzeitig weshalb wir das Essen einfach mit uns nahmen. Jetzt ging es aufs Boot. Wir warteten bis die anderen schon im Wasser waren und dann wurde die schwere Ausrüstung angezogen. Ster (die Tauchlehrerin) zeigte uns noch wie wir vom Boot ins Wasser kommen und dann sprang ich schon rein. Ich musste schnell Luft in meinen BCD sodass ich auf der Oberfläche bleibe.

Wir schwamen zum Strand und hatten schon auf dem kurzen Weg da hin eine unglaubliche Aussicht. Am Strand mussten wir nun alles anwenden was Ster uns an Land beigebracht hat. Manches war für mich schwerer, anderes für Mama. Nach der Einleitung konnten wir auch weiter nach unten auf 3.4 Meter um ein Gefühl für einen schwerelosen Körper zu bekommenJ Mama hatte leider Probleme mit dem Druck auf den Ohren weshalb wir oft anhielten und regulieren mussten. Nach viel zu kurzer Zeit ging es wieder aufs Boot und dort fragte Ster mich gar nicht erst für meinen zweiten Tauchgang. Es war schon total klar… Eigentlich wollte Mama auch noch den zweiten Tauchgang mitmachen der dann ins sogenannte Open Water geht aber um mich nicht zu bremsen blieb sie dann oben auf dem Boot. Dort musste ich sowiseo noch warten bis das Equipment wieder soweit war und ich unterhielte mich mit einem Israeli, der wirklich unheimlich schöne graue Augen hatte. Mama erzählte mir später noch das er Physiotherapie studiert und grad Semesterferien hat…

Als die Ananas leer war und das Equipment gecheckt fuhren wir zum nächsten Spot. Dort im Wasser mussten wir mit dem starken Wellengang umgehen. Eigentlich wollten wir gleich nach unten den schließlich spürt man es dort nicht so aber dieses Mal hatte Ster Probleme mit ihren Ohren. Also warteten wir ein bisschen, gingen ein, zwei Meter runter bis ihre Ohren wieder okay waren und dann ging es runter auf 8 und von da auf 12 Meter. Von oben sah man nur blau, aber unten angekommen war man in einer anderen Welt. Ich schwamm durch riesige Fischschwärme von blauen, gelben und schwarz weiß gestreiften Fischen durch. Unter uns waren unglaublich große Korallen. Wir sahen eine Moräne, viele Fische aus dem Film Nemo und auch recht große Fische weiter außerhalb. Irgendwie kann ich es gar nicht wirklich beschreiben es war einfach unglaublich schön!! Und da ich noch nie Korallen und ein Riff in echt gesehen habe war allein schon das überwältigend. Nachdem der Tank beinahe leer war mussten wir nach oben und auf dem Boot angekommen meinte sie so einen langen ersten Tauchgang hatte sie womöglich noch nie, was ich als großes Lob annahm Wir waren tatsächlich 48 Minuten unten. Ich hatte so einen mordsmäßigen Spaß!!! Und hab so viel gesehen und war so weit unten, was ich niemals gedacht hätte…Ich hatte zwar ein bisschen ein schlechtes Gewissen  weil ich Mama mehr oder weniger gezwungen habe oben zu bleiben aber sie hat gesagt sie geht definitiv wieder tauchen und dann aber langsamer nach unten um sich daran zu gewöhnen. Und das hat auch nichts mit dem Alter oder irgendwas zu tun. Schließlich hatte Ster ja auch Probleme beim zweiten Tauchgang...

Auf dem boot bin ich erstmal auf die Toilette und musste feststellen das ich Durchfall habe…Yeaahhhh!!

Innerhalb kürzester Zeit wurde mir schlecht, ich bekam starke Kopfschmerzen und Bauchkrämpfe. Da Mama auch mit Magenschmerzen zu klagen hatte wussten wir das es von diesem icht sehr appetitlichen Reis to go kam. An der Tauchschule mussten wir noch warten bis wir unsere Zertifikate bekamen und ich musste auf der Toilette spucken. Nach so einem schönen Erlebnis konnte das meine Stimmung aber nicht trüben… Wir gingen zu unserem Zimmer kauften einen Obstsalat für 1,30€ auf dem Weg und ich legte mich direkt ins Bett und schlief ein. Ich habe schon lange nicht mehr trainiert dadurch ist meine sportliche Ausdauer nicht mehr on top aber im Wasser war das nochmal was gaaaaaaanz anderes!!

Nach meinem totalen Knock-out gingen wir nochmal auf die Suche nach Essen und dann zum 7/11 Frühstück und einen 6 Liter Kanister Wasser kaufen und wieder ins Hostel. Dort musste ich noch meinen Haufen an Wäsche waschen und jetzt gehe ich endlich ins Bett. Morgen geht’s schon wieder ins Wasser. Wir machen eine Schnorcheltour um die Insel…

 Beste Tauchlehrerin der Weltimage

18.9.17 18:44, kommentieren

Barfuß um die Insel

Heute hatten wir kein großes Ziel. Zum Schnorcheln soll es zu schlecht sein und zum Tauchen haben wir uns zu spät angemeldet. Also beschlossen wir die Insel zu erkunden, und das zu Fuß. Ko Tao ist nicht besonders groß aber man schafft es auch nur gerade so an einem Tag um die gesamte Insel zu laufen und da wir wie üblich erst um 11 Uhr mit dem Frühstück fertig waren schafften wir es gerade einmal 3 Buchten weiter. Der Trampelpfad führte uns durch wunderschöne Resorts mit Privatstränden, durch verlassene Müllhalden und zu einem Aussichtspunkt. Um euch das Gefühl des Spaziergangs näher zu bringen stellt ihr euch am besten vor ihr läuft auf einem schweizerbergerischen Trampelpfad, es ist 32 Grad heiß und so schwül das du Schweiß und Nässe vom Regen nicht auseinander halten kannst.

 imageDu läufst durch einen Wald indem alle möglichen Vögel vor sich hinsingen, Hühner irgendwo nach Futter scharren und ein Mann mitten im Wald vertrocknete Blätter verbrennt. Alles in allem einfach erklärt: Paradies. Ich war froh zu schwitzen weil das bedeutete dass die Haut nicht mehr juckte. An der ersten Bucht angekommen, mussten wir feststellen das wir für den Strand zahlen mussten also gingen wir weiter und kamen nach 20 Minuten an den nächsten Strand. Es waren gerade einmal 4 andere Personen am Strand also auf deutsch gesagt tote Hose. Wir setzten uns auf eine Schaukel, machten Bilder, gingen ins Wasser und kletterten auf den Felsen herum die von Wasser umgeben sind und deshalb überall Krebse herumliefen. Nach einer Stunde chillen wurde uns langweilig und wir gingen durch das nächste Resort um an den nächsten Strand zu kommen. Offensichtlich sind wir irgendwann mal falsch gelaufen den plötzlich waren wir mitten im Wald ohne Weg. Nach 10 Minuten umherlaufen fanden wir aber wieder einen und schon huschte ein Leguan vom Weg. Nach einem steilen Auf und ab des Weges kamen wir am offensichtlichen Viewpoint an was ich aber nicht soooo atemberaubend fand. Wir sind lieber wieder runter ans Wasser und durch Resorts gehuscht (in denen man übrigens überall ganz einfach auf die Toilette kann) um schon beim nächsten Strand zu sein.

image

Dort kauften wir beim 7/11 noch etwas zu trinken und da es schon 3 Uhr war beschlossen wir zum Sairee Beach (unser Strand) zurück zu gehen. Dieses Mal nahmen wir den Landweg weshalb wir innerhalb von einer dreiviertel Stunde schon wieder im Hotel waren. Jetzt mussten wir uns noch eine Tauchschule für morgen buchen und etwas zu essen finden. Nach dem wir eine mega coole Tauchschule gefunden haben mussten wir noch Geld abheben was mit meiner Visa Card nicht ging und deshalb Mamas Karte nehmen mussten. Zurück bei der Tauchschule unterhielten wir uns beinahe noch eine Stunde mit unser Tauchlehrerin über gute Restaurant auf der Insel und wie sie hier hergefunden hat (sie kommt aus Belgien und wohnt seit 2 Jahren auf Ko Tao).

Wir gingen ihrer Empfehlung nach und aßen für 30 Baht Reis mit gegrilltem Hähnchen oder Schwein. Sonst zahlt man immer so um die 150 Baht.

Im 7/11 kaufte ich mir noch Milch und eine kleine Müslipackung für morgen früh.

Nachdem Essen gingen wir recht schnell zum Zimmer weil es morgen schon früh los geht…früh für meine Verhältnisse.

image

Tipp: Falls du/ihr plant nach Ko Tao zu gehen und mal einen schlechten Tag erwischt oder noch Zeit habt, geht einfach drauf los spazieren. Ko Tao ist nicht so groß, man kann sich nicht verlieren, bekommt aber mal etwas anderes zu sehen. An den Stränden findet ihr vereinzelt Restaurants die aber recht teuer sind. Im 7/11 gibt es aber immer etwas zu snacken oder bei einem Straßenverkäufer auf der Hauptstraße auf der ihr in kürzester Zeit gelangt falls ihr kurz vorm Verhungern seid. Auf der Insel habe ich bis jetzt 7/11 gesehen also ist das nächste Wasser auch nicht weit weg… Es gibt 3 Wege. Der eine ist direkt am Wasser, für die ersten beiden Buchten auf alle Fälle empfehlenswert. Der andere Weg geht durch den Wald von wo man meistens eine schöne Aussicht hat aber viel auf und ab laufen muss. Und dann gibt es noch die Dirt Road die nur für erfahrene Rollerfahrer geeignet ist und für den Spaziergang eher ungeeignet ist.

 

17.9.17 18:32, kommentieren

Handy weg und Kotzpartys auf dem Boot

Um 7 Uhr standen wir schon mit den Fahrrädern und unseren Rucksäcken bei unserer Vermieterin, die uns schon Frühstück zu bereitete und beeilten uns mit dem Essen weil um halb 8 der Minivan uns abholte. Im Minivan bin ich voll weggepennt weil ich heute Nacht wieder erst um 2 eingeschlafen bin. Da die Vans auf einen kleinen, schmal gebauten Asiaten eingestellt sind und nicht auf die europäische Normalgröße war es recht beengend was meinen Knien zu schaffen machten. Zusätzlich hatte ich das Problem das ich meine Füße nicht hochlegen wollte, da das ja möglicherweise respektlos rüberkommt. Schließlich ist der Fuß der unreinste Teil unseres Körpers. Also saßen wir und versuchten uns in alle nur erdenkliche Positionen zu verrenken um respektvoll und entspannt gleichzeitig zu sein… ob es funktioniert hat? Nicht im Geringsten…

Am Bahnhof angekommen mussten wir auf einen anderen Van umsteigen aber davor die Buchung bestätigen lassen, von einer sehr unfreundlichen, mimiklosen, recht gut genährten Dame. Im nächsten Van ging es dann zum Pier und von dort rannten wir schon beinahe zum Boot denn sie waren schon am boarden, wie die das so schön sagen…

An Bord wurden sofort Kotztüten verteilt, ich war so naiv und dachte es wurde eine angenehme Fahrt. Nach gerade einmal 5 Minuten sah man schon die ersten bleichen Gesichter und mir selbst war nicht mehr wohl im Magen. Der Wellengang war wie auf einer Achterbahn weshalb das Kind hinter mir die ganze Fahrt über quitschvergnügt bei jeder Welle aufschrie. Nach dem ersten Kotzanfall eines Nachbarn in der Reihe machte ich laute Musik an um wenigstens die Geräusche von würgenden Menschen ignorieren zu können. Während ich mich also von cumbia colombiana beschallen ließ, kotzte der Mann beinahe die halbe Tüte voll. Draußen war es stürmig und der Regen peitschte auf die Fenster sodass der Wellengang nur noch ein weiterer Stimmungsfaktor war für eine „der Sturm“ Inszenierung…

Als wir bei einer anderen Insel Halt machten sprang ich kurz auf die Toilette weil ich vor lauter Magenberuhigung einen Liter in einer halben Stunde getrunken habe.

Und als wir dann endlich auf Ko Tao waren und ins Taxi gesprungen sind der uns zu unserem Zimmer fuhr flog mein Iphone aus der Hosentasche und es war weg. Der Taxifahrer suchte schnell das Weite weshalb ich schon dachte er hat das Handy vielleicht gesehen und freut sich jetzt schon über das Taschengeld.

Total aufgewühlt, verärgert über mich selbst und meine Kleiderwahl checkten wir ein und ich klärte mit der Rezeption wie ich mein Handy vielleicht wieder bekommen würde. Sie nahm mich in den Arm und meinte ich soll erst mal chillen. Da ich aber schon genug Drama mit Handys in letzter Zeit hatte ließ ich mir keine Ruhe und ging zurück zum Pier. Die Frau meinte zwar das ich es morgen bestimmt wieder haben werde aber da quasi abhängig bin von diesem kleinen elektronischen Wunder (sei es wegen Buchungen, Wetterbedingungen zum Tauchen oder Preisvergleichen) gingen wir also Richtung Pier.

Noch kurz bei der Polizei vorbei, vielleicht hat er es ja dort hingebracht… Der Polizist lachte schon und meinte er hätte es in der Whats-app Gruppe der Taxifahrer gelesen das ein Handy in irgendeinem Taxi liegen sollte und der Taxifahrer sich melden soll ( der Text war von der Frau von der Rezeption). Um 8 Uhr abends soll ich wiederkommen und er hat bis dahin bestimmt schon mehr herausgefunden. Da wir jetzt aber sowieso schon zum Pier laufen (zum 7/11 Wasser kaufen) warf ich einen Blick in das erste Taxi und tatsächlich da lag es…

Der Taxifahrer war aber weit und breit nicht zu sehen. Ich ging zur nächsten Taxifahrerin und fragte sie und die rief dann den Taxifahrer an, der gerade beim Fußballspielen war um ihm Bescheid zu geben das in seinem Auto was von mir liegen geblieben ist. Solange wir warten mussten setzten wir uns auf seine Ablage und unterhielten uns mit der Taxifahrerin.

Und endlich kam er und schloss das TAXI auf!!! Jetzt war trotz Regen, Gewitter und aufgewühlter See ein fettes Grinsen in meinem Gesicht. Ich gab ihm noch ein kleines Tip und dann auf zum Wasser kaufen. Im 7/11 merkte ich was für einen Hunger ich hatte. Schließlich hatte ich seit dem Frühstück um 7 Uhr nichts mehr gegessen du vor lauter Aufregung war ein gefüllter Magen zweitrangig.

Auf dem Weg zurück fanden wir noch ein wunderschönes Restaurant indem wir billig und gemütlich auf dem Boden, direkt am Strand essen konnten. Die Portionen machten sogar meinen Magen satt…

Da ich heute die meiste Zeit kein Handy hatte oder mit würgenden Beifahrern zu tun hatte oder geschlafen habe kommen heute leider keine schönen Bilder in den Blog.

Trotzdem danke fürs Lesen und genießt die Kälte in Deutschland!!

 

16.9.17 19:12, kommentieren

Affen und Hundebabys

Zimageum ersten Mal durfte ich richtig ausschlafen aber da es schon ab 9 so warm wurde bin ich trotzdem aufgewacht. Mama war natürlich schon komplett fertig wo ich noch 2 Stunden Aufwachprozess gebraucht hätte. Aber das Frühstück ruft also keine Beschwerde meinerseits. Kurz unter die Dusche und ab ins Cafe einen Crepes und Cappuccino genießen. Nach dem Frühstück half uns die Besitzerin mit dem Fahrraddverleih und fuhr uns dann auch noch extra hin und besorgte uns Tickets für morgen für die Fahrt nach Ko Tao. Mit dem Fahrrad sind wir dann los in die nächste Bucht von der wir uns saubereres Wasser erhofften. Leider brachte alle Hoffnung nichts, das Wasser war trüb… Aber unsere Fahrt führte uns über eine Flugzeuglandebahn(wo Mama beinahe einen Lachanfall bekam), direkt durch die Militärstation und durch ein altes Fischerdörfchen (indem es wirklich sehr penetrant nach Fisch roch) – wie man sich vorstellen kann war das genau die Erholung die wir uns von hier erhofft haben, bevor es morgen auf die Partymeile von Ko Tao geht.

imageNachdem wir feststellen mussten das der Strand auch nicht schön genug war zum richtig baden und relaxen, entschieden wir uns wieder zurück und dann in die entgegengesetzte Bucht zu fahren wo auch ein urtümliches Fischerdörfchen sein soll. Die Fahrt war wieder das Highlight der ganzen Tour, die haben hier auch so Fahrräder wie man sie von den Niederlanden kennt… Auf der Strecke zu der anderen Bucht kamen wir an einem alten Tempel vorbei und unterhalb des Tempels saß eine recht große Affenfamilie die sich gerade ihr Mittagessen organisierte.

An der anderen Bucht angelangt mussten wir Gewitter und Wind über uns ergehen lassen (ich war sehr froh über den Wind!!). Also beschlossen wir wieder nicht ins Wasser zu gehen und wollten zurückfahren. Es fühlte sich jedoch so an als würde man nicht einmal einen Meter weit kommen. Nach dem sehr anstrengenden Leg-Day setzten wir uns in ein billiges Restaurant in der ich fried rice with chicken und eine Cola dazu bekam und mich das gerade einmal 2,29€ kostete. Au dem Weg zurück zu unserem Haus spürten wir die Müdigkeit und daheim angekommen legten wir uns beide hin um zu schlafen.

Um 6 Uhr abends ging es dann noch auf den Nightmarket der uns sehr viel Essen und Kleiderstände versprach. Und es war wie im Traum, überall lag frischer Fisch und Obst und die Verkäufer ließen dich probieren wenn du mal ratlos in denimage Topf kuckst was genau die gerade zusammen matschen. Ich probierte erst eine Art Patagones nur süß, dann Nudeln mit Gewürzen und anschließend Süßkartoffeln die zermatscht und frittiert wurden… Um wenigstens so tun zu können als wäre ich gesund unterwegs kaufte ich noch einen Smoothie mit Banane, Kokos und Mango und setzten uns an den Pier um der Musik zuhören zu können.

 image

Ich kaufte noch eine Mütze und als wir schon beinahe am Ende des Markts waren fand ich einen Käfig gefüllt mit kleinen, unglaublich süßen Welpen. Ich musste also erst mal eine halbe Stunde jedes Tier begrüßen und schmusen und wollte alle mitnehmen während Mama nur ungeduldig neben mir stand.

Leider mussten wir weiter dass wir noch die andere Seite des Marktes sehen können bevor er zu macht, also musste ich mich von diesen süßen Welpen trennen…image

Wir machten noch einen kleinen Stop und kauften Pie für morgen zum Frühstück und fuhren dann mit den Fahrrädern wieder in unser Haus.

 

 

Jetzt müssen wir nur noch für morgen eine Unterkunft buchen und schon bisschen zusammenpacken und dann ab ins Bett, schließlich geht es morgen früh schon um 7 los mit dem Minivan…

Wenn mir die Zeit reicht werde ich auf einem anderen Blog meine Posts rüberziehen weil euch das bestimmt nervt mit den schrägen Bildern...mich nervt es jedenfalls

15.9.17 17:56, kommentieren

the worst nightmare

Hey Guys

OMG, ich hatte die wahrscheinlich schlimmste Fahrt meines bisherigen Lebens. Wir mussten von dem Hotel, das übrigens billiger war wie ein Hostel auschecken und zu einer Busstation. Offensichtlich waren sich die Menschen die wir fragten nicht einige den die einen schickten uns nach Norden, die anderen in den Süden. Irgendwann stiegen wir in einen Bus mit der richtigen Nummer in der Hoffnung dass es auch in die richtige Richtung geht. Die Kassiererin im Bus erwies sich als hilfsbereit und englischsprechend weshalb wir tatsächlich ankamen und von dort aus einen Bus nach Prachuap buchen konnten. Wir warteten eine Stunde auf den Bus und mussten nachdem wir eingestiegen sind nochmal eine halbe Stunde warten weil der Busfahrer noch nicht los wollte. Als es dann endlich los ging mussten wir nach einer halben Stunde feststellen dass er sehr gern Pausen machte weshalb es schon halb 5 wurde und wir noch nicht mal richtig außerhalb der Stadt waren. Bei einer erneuten Pause schickte uns der Busfahrer raus in einen anderen Bus, keine Ahnung WIESO!!! Und als wir nur 5 Minuten in dem anderen Bus saßen musste ich schon heulen von dem Gestank. Die Männer haben offensichtlich noch nie etwas von Kühlwasser gehört weshalb es stank bis zum Himmel. Ich bat den Fahrer anzuhalten wegen dem Gestank. Er hielt an und tat so als wäre ihm das Problem neu wobei ich schwören konnte das die Damen die in unseren Bus gegangen sind sich auch so stark beschwert haben das sie den Bus wechseln durften. Wie durch ein Wunder hatte er auch mehrere Eimer voller Wasser hinten drin mit dem er versuchte den beinahe explodierenden Bus zu kühlen. Es rauchte wie verrückt und spätestens jetzt war dem Fahrer klar dass wir nicht mehr einsteigen würden. Also hielt er nach ungefähr 20 Minuten Warten ein Minivan an der uns mitnahm aber auch nur bis zur Hälfte denn plötzlich mussten wir wieder aussteigen. Jetzt wollte der liebe Kerl auch noch Geld von uns wobei er uns allerhöchstens 20 Minuten gefahren hatte und das eigentlich mit dem Busfahrer geklärt war. Wir erklärten unsere Lage und nach mehreren Versuchen mehrerer Mitfahrer unser Englisch zu übersetzen organisierte er uns noch einen anderen Van den wir bezahlen mussten und verzichtete auf das Geld. Der neue Van kostete allerdings wieder beinahe das gleiche wie das alte Ticket aber nach dem Nervenaufwand beschlossen wir einfach nachzugeben. Der Fahrer des neuen Vans erwies sich als sehr nett. Er hielt nur einmal an um alle auf die Toilette zu lassen und sonst fuhr er schnell durch. Als wir in Prachuap ankamen fuhr er uns sogar bis zum Hostel und telefonierte mit der Eigentümerin um hinzufinden. Dankend verabschiedeten wir uns und gingen in das Hostel indem heute nur wir schlafen und ich sprang sofort auf die Toilette. Meine Blase war kurz vor dem Platzen, ich hatte den Weg unterschätzt von Bangkok bis nach Prachuap. Wir zahlten ihr noch schnell die 5€ die uns das Hostel jeweils kostet und dann fiel auch noch der Strom aus. Normallerweise ist das nicht so schlimm aber in Thailand bedeutet das dass es keinen essentiellen Ventilator gibt.

image

Also gingen wir zurück zu ihrem Haus, sie regelte die Sache und wir setzten uns in das schönste Restaurant in unserer Straße direkt am Strand. Unsere Bedienung verschwand nachdem er uns Essen und Trinken gebracht hatte auf die Bühne und spielte sehr gechillte Musik während wir unsere vermutlich frischgefangene Garnelen mit Reis aßen und ein Bier dazu tranken. Naja ich trank ein Bier und Mama ein Tonic.

 

 

 imageNach dem Essen was viel zu viel war spielten wir Ligretto und unterhielten uns eine Weile mit der Frau der die Bar gehörte. Und jetzt um halb 1 sind wir zwar noch nicht müde aber total erledigt von dem Tag. Der schöne Abend in der Bar hat unsere Stimmung jedoch gehoben.

 

 

 

 Btw… wir haben eine Terasse mit Meerblick!!! Endlich außerhalb der Stadt im Paradies!!!

Gute Nacht liebe Leute

14.9.17 19:58, kommentieren

Wat Arun, Khao San und Massagen

Hello again,

Kaum zu glauben das wir schon 2 Tage da sind. Ich komme schon viel besser mit Klima, Leute und Essen zurecht. Meinen Jetlag habe ich aber leider noch nicht überwunden weshalb ich erst um 3 Uhr einschlafen kann (ganz zum Leiden von Mama). Der Wecker klingelte zwar schon um 8 aber ich rührte mich nicht vor 9 Uhr aus dem Bett.

 

Nach dem Frühstück organisierten wir noch einige Dinge wie zum Beispiel unseren nächsten Stop und Übernachtungsmöglichkeiten und meine Flugumbuchung. Um den Tag aber noch nutzen zu können gingen wir recht schnell los zum Bootsstop Phra Arthit um zum Wat Arun, dem Wahrzeichen von Bangkok zu kommen. 

 image

 

 

 

 

 

(keine Ahnung warum es meine Bilder immr nachträglich schief macht...)

 

Wir halfen noch anderen Touristen zurechtzufinden die heute angekommen sind und schon waren wir am Wat Arun. Nach einer halbe Stunde Bilder machen und Mama kritisieren da sie entweder mein Kopf, meine Füße abschnitt oder die Kamera schief hielt. Irgendwann klappte es doch noch (zum Glück, stellt euch doch mal vor was ich ohne DIESE Bilder machen würde)J. Nach dem Wat Arun spazierten wir och durch den Markt direkt anliegend und kauften kleine Geldbeutel sodass ich meinen Großen wegwerfen kann (ja ich weiß das ist nicht umweltfreundlich, als wahrer Traveller benutzt man alles bis es schimmelt oder davonläuft). Anschließend ging es in das alte Bangkok (Thonburi) und dort waren wir ganz plötzlich die einzigen Touristen. Hier herrschte das wahre Leben, normale Schulen, Flohmärkte und Krankenhäußer. Ich persönlich genoß es ein bisschen abseits der Massen zu sein allerdings stank es und überall liefen ungepflegte Hunde herum.

Da wir nach einer halbe Stunde sowieso das eigentliche Ziel nicht finden konnten waren wir schon wieder am Umkehren. Auf dem Weg zurück fing es richtig stark an zu regnen also suchten wir uns einen Unterschlupf und harrten aus. Weit und breit war niemand!! Nach dem Regen ging es weiter und kurz bevor wir wieder an dimageer Anlegestelle waren nahmen wir eine andere Straßen und standen vor einem Foodcourt. Da es eh Zeit war gingen wir rein und staunten nicht schlecht als wir erkennen mussten dass die Preise dort wirklich BILLIG sind. Ich habe für einen leckeren Teller mit Reis und frittiertem Hähnchen 1,75€ gezahlt! Und zu meiner Freude war das Essen so lecker das ich beinahe noch einmal bestellt hätte. Mein Leiden hatte also ein Ende und endlich konnte ich glücklich und unbeschwert durch den nächsten Markt laufen ohne einen knurrenden Magen ignorieren zu müssen. 

Auf dem Markt verbracten wir noch eine halbe Stunde und verpassten den Deal unseres Lebens L aber vielleicht kommen wir bald wieder an einen Obststand der kine lächerlich hohen Preise verlangt… Auf dem Weg zurück erklärte uns eine Frau das Bootssystem sodass wir das auch einmal verstehen und zeigte uns wo welche Buslinie hinfährt. Wieder in unserem Viertel ging es auf zur Khao San Road also das Mekka der Traveller. Die Straßen waren verstopft und die Musikboxen überall auf voller Lautstärke.

Während man bei den einen Justin Bieber hörte kam bei dem anderen nur Eminem oder Bob Marley oder am besten Livemusik. Überall will dir jemand etwas andrehen sodass man manchmal die wirklich coolen Leute übersieht die da hocken und warten bis du ihnen ein High Five gibts...

 

imageIch kaufte mir noch eine Papaya und hatte sie innerhalb von Sekunden verschlungen. Leider lassen die Verkäufer hier nicht mit sich handeln, weshalb das Obst echt teuer ist. In Kolumbien hab ich einfach bei allem gehandelt! Naja ich habe dann noch eine Art Crepes probiert mit Ei und Kokosmilch und war wirklich erfreut thailändisches Essen zu mögen.

 

 

 

Nach dem vielen Laufen entschieden wir uns schlussendlich noch für eine halbstündige Fußmassage die uns gerade einmal 3,80€ kostete und mich und Mama wirklich schwer aufjaulen ließen.

Nach der Kneterei unserer Muskeln wackelten wir noch in den 7/11 um Wasser zu kaufen und dann schnell ab ins Bett…

P.S.: Bald haben wir 2000 Aufrufe geschafft! Danke fürs fleisige Mitlesen!!

 

13.9.17 19:41, kommentieren

Die Tempel, Balmain und das Mekka der Traveller

Hey liebe Leute,

heute Nacht konnte ich wirklich exzellent schlafen dank der Klimaanlage! Danke an die Super Brains die das erfunden haben, denn ohne hätte ich es heute vermutlich lang nicht so elegant ausgehalten. Bis um 9 Uhr konnte ich nicht aufstehen aber schließlich und endlich ging es unter die Dusche und zum Frühstück. Ich freute mich schon riesig auf das Obst aber leider hatten sie heute nur Ananas und Wassermelone. Nach der Stärkung saßen wir noch solang gemütlich da bis wir weggescheucht wurden. Noch einmal kurz aufs Zimmer und die Tagesrucksäcke holen und auf ans Ufer. Wir waren, typisch schwäbisch, zu geizig und zu neugierig um die Fähre zu nehmen weshalb wir wieder am Ufer entlang gingen. Wir kannten uns ja auch schon ein bisschen aus weshalb wir in kürzester Zeit am Palast waren. Heute mussten wir schon wieder durch die Kontrollen und durch die überfüllten Straßen zur Kasse wo es von angeblich billigen Führungen nur so wimmelte. Als wir durch den Eingang gingen waren unsere Augen nahezu hingerissen von der prunkvollen Architektur. Mama wollte gleich mal meine Gopro und filmen und ich setzte mich vor meine heiß geliebten Ventilatoren und genoss die Aussicht. Nach kurzem Suchen fanden wir die kostenlose Führung von der sie in Reiseführern schreiben, yeahhh 400 Bat gespart! Nach kurzem Warten ging es auch schon los. Die Truppe bestand aus Deutschen, Spaniern und Amerikaner. Unser Guide nickte andauernd mit seinem Kopf und machte Witze über die er selbst nicht mehr lachte. Er führte uns herum, machte uns auf Besonderheiten aufmerksam wegen der Trauerfeier und bildete uns geschichtlich.

 image

Nach der Rundtour gingen wir noch in das Museum der Mode der Königin. Diejenigen die mich kennen wissen dass ich mich an Kleidern nicht satt sehen kann.

 

 

 

 

 

Wusstet ihr dass die Königin des verstorbenen Königs sich hauptsächlich von Pierre Balmain einkleiden ließ?! Eins ist also sicher:

1.       Die Frau hatte Stil

2.       Die Frau hatte Geld

3.       Die Frau hatte ein hervorragendes Bewusstsein der modischen Einflüsse weltweit

Alles was er für sie fertigte war exklusive und Balmain hatte trotz seines europäischen Stils dutzende thailändische Stoffe, Schnittmuster und Print einfließen lassen. Es erklärt sich von selbst dass ich am liebsten in jedes der Kleider gestiegen wäre falls irgendwie möglich und ich natürlich hingerissen war. Highlight des Tages!!

image

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem modischen Rundgang gingen wir aus der Tempelarea raus und schon in die nächste. Der nächste Tempel heißt Wat Pho und ist bekannt für die riesige liegende Buda. Natürlich war das spektakulär und die Überdachung hilfreich weil es regnete aber das Außengelände faszinierte mich mehr! Unzählige Mosaiktürme, betende Mönche, süße Katzen und ein seeeeeehr gepflegtes und ruhiges Tempelgelände macht Wat Pho aus!

Wirklich erholt entfernten wir uns wieder in Richtung Flower Market. Hier ging es zu wie in Amsterdam, außer dass die Blumen hier abgewogen werden und in Amsterdam stückweise verkauft werden. Auf dem Weg zum Flower Market mussten wir erst mal auf den River Walk vorbei an tausenden Ständchen und stinkenden Abfällen. Eigentlich suchten wir etwas zu essen aber die Suche war aussichtslos also fragten wir irgendwann die Leute rum wie wir in die Khao San Straße kommen. Eine ältere Frau mit Englischkenntnissen konnte uns weiterhelfen mit dem Bussystem und im Mekka der Traveller angekommen mussten wir nicht einmal etwas zahlen. Auf der Straße wimmelte es von Straßenverkäufern und Ausländern. In jedem Restaurant lief andere Musik und jeder versuchte dich anzuwerben.

Ich holte mir von einem Straßenverkäufer einen Pancake mit Nutella und Banane und Mama ging zum Friseur. Anschließend machten wir uns auf die Suche nach mehr Essen und trafen auf ein italienisches Restaurant. Also gab es heute Pizza, ab morgen essen wir von den Straßenverkäufern…

 image

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach noch schnell in einen 7/11 Wasser kaufen und jetzt schon im klimatisiertem ZimmerJ Jetzt ist auch schon wieder Mitternacht und ich bin froh wenn ich heute ins Bett komme nach so viel Laufen.

12.9.17 19:16, kommentieren

Turbulenzen, Shakkra Phong und der große Hunger

Nach ein paar Tränen beim Abschied ging es ruckzuck durch die Kontrolle und da Traveller wohl besonders gefährlich sind wurde ich wie üblich gefiltzt. Da man bei mir aber nichts anderes außer hervorragendem Hefezopf und deutsche Süßigkeiten finden konnte ging es weiter. Im Handumdrehen saßen wir im Flugzeug. Echt lustig, ich bin schon so viel geflogen aber nie mit meiner Mom. Für Sie ist das auch wieder nach langem eine lange Flugreise. Wir machten es uns bequem und konnten von oben die große Steinwüste beobachten. Zum Essen gab es noch Kartoffeln und Pasta.

Irgendwann döste Mama weg und ich schaute die Filme die noch auf meiner Liste waren, ich hab ja nie Zeit für Kinobesuche… Nach beunruhigten Turbulenzen, die für mich nach einem Glas Vodka riefen ging es wieder etwas ruhiger weiter. In Abu Dhabi angekommen war ich wirklich enttäuscht von dem unspektakulären Flughafengebäude. In Dubai gibt es haushohe Wasserfälle während man in Abu Dhabi nichts außer überfüllte Duty Free Shops zu sehen bekommt. Nach einer Stunde Warten und rumlaufen saßen wir in dem nächsten Flugzeug. Wir mussten beinahe ewig warten bis es Essen gab und das bestand aus trockenen Käsenudeln (zum Glück gab es hier noch kein Thaifood). In Bangkok begrüßten uns unfreundliche, Mimik lose Beamten und ahnungslose Touristinfostände. Nach einer ganzen halben Stunde Suchen fanden wir endlich den Bus, während ich schon Fantasien des Aggressionsabbaus bekam. Ich hab wirklich selten so viele unfreundliche Menschen auf einem Fleck gesehen. Im Bus schliefen wir beide total erschöpft mit offenem Mund ein. An unserer Haltestelle fanden wir innerhalb kürzester Zeit das Hotel und gingen sofort aufs Zimmer und schliefen. Nach dem Mittagschlaf gingen wir in den Hotel eigenen Pool und kühlten uns ab und danach schliefe wir noch einmal. Was sich wie eine Ewigkeit anfühlte war tatsächlich nur 2 Stunden sodass wir um 15 Uhr mit sehr dicken Augenlidern und voller Hunger uns auf die Suche nach Essen machten. Mir war es egal in welches Restaurant wir uns setzen würden, ich stand jetzt vor meinem Albtraum. Da alles gleich aussah war ich so risikofreudig und bestellte etwas das ich nicht einmal in Englisch verstehe und aussprechen konnte.

 

Nach kurzer Zeit hatte ich einen bunten Teller vor mir, der zugegeben echt lecker aussah. Das Fleisch war lecker und das Gemüse auch gut aber die Nudeln, wohl eine Spezialität, bestanden aus Gummi weshalb ich mir die Mühe machte und Fleisch und Gemüse aussortierte. Für manche von euch scheint das beinahe unmöglich wie man das nicht mögen konnte aber genau so ging es mir in Kolumbien. Dort konnte ich wirklich alles essen und war immer glücklich, während manch andere immer etwas auszusetzen hatten. Nachdem ich brav aufgegessen habe (ohne Nudeln) ging ich auf die Toilette und war wirklich begeistert. Ein Baum wuchs mittendrin und die Kloschüssel befand sich in einem kleinen Garten. Nach dem Bezahlen (3,30€ mit Getränk) ging es weiter Richtung Fluß.

Auch jetzt konnten wir wirklich jeden fragen, keiner konnte uns wirklich helfen. Entweder sie sprachen kein Englisch oder sie wollten es nicht sagen um uns im Tuk Tuk mitnehmen zu können. Nachdem wir aber solange gesessen sind mussten wir heute alles laufen. Dank meiner Orientierung schafften wir es auch Richtung Fluss und liefen hier bis zum großen Tempel entlang. Heute ist die Trauerfeier des verstorbenen Königs letztes Jahr und deshalb kamen Massen in schwarzen Kleidern. Wir durften wegen unserer Kleidung nicht ganz rein aber eigentlich wollten wir sowieso bloß in den Park. Da der Fußweg zu lang war und ich schon im Stehen nur noch in Trance lief setzten wir uns auf den Bürgersteig während Massen von schwarzen Gewändern an uns vorbeiliefen. Ich schlief ein und Mama beobachtete die Schuhe der Leute die vorbeigingen. Als es mir wieder einigermaßen besser ging, gingen wir weiter. Am Schluss mussten wir doch die Fähre nehmen Richtung Chinatown und als wir dort waren mussten wir feststellen das der Nightmarket in Chinatown erst um 1 Uhr morgens aufmacht also gingen wir wieder zurück weil in unserem Viertel ein Nightmarket offen hat. Auf dem Rückweg quatschten uns wieder tausende Tuk Tuk Fahrer an die ich gekonnt ignorierte, Mama aber immer freundlich anlächelte weshalb die uns natürlich hinterherliefen. Sie hatte im Reiseführer gelesen dass man immer freundlich sein sollte, ich bin von dieser Theorie aber noch nicht so überzeugt. Morgen wird sie es hoffentlich besser hinbekommen sonst müssen wir ja ständig mit einer Verfolgung rechnen. Auf dem Nightmarket kaufte ich noch Obst und machte den Fehler geschnittenes Obst zu nehmen weshalb Mama heute Nacht starke Bauchschmerzen bekam.

Ich hab mir den ersten Tag zwar schöner vorgestellt aber heute weiß ich wenigstens schon in welche Richtung ich laufen muss und das ich nicht mit der Hilfe Einheimischer rechnen kann, leider! Zum Glück haben wir Nutella mitgenommen, falls ich mal ganz schlimmes Essen erwische kann ich immer noch Nutella löffeln.

 

P.S.: Ich bin auf keinen Fall eine verwöhnte kleine Göre mit einer Schokoladensucht und einem was asiatisches Essen angeht empfindlichen Magen.

12.9.17 18:00, kommentieren

Kosten für Kolumbien

100€ für Oma während wir bei ihr sind (für Nahrungsmittel und allgemeine Hilfe)

40€ Tanken um überhaupt zum Flughafen zu kommen

51,91€ in Frankfurt umgetauscht in Dollar

96,35€ in Bucaramanga

30€ in Medellin für die Wohnung

126€ in Turbo 

127€ in Turbo

150€ für allgemeines, Transfer und Flughafenessen
___________________________

721€ Kosten ohne Flüge

FLUG: 1100€

__________________

1821€ gesamte Kosten

 

7.9.17 23:06, kommentieren

Packliste für Thailand

Wichtiges:

 Flugticket

Reisepas

Impfpass

internationaler Führerschein

Schülerausweis (der schon längst abgelaufen ist, aber wer weiß vielleicht habe ich ja Glück)

Bankkarten

Notfallnummern von Banken, Botschaften und co.

Unterlagen für Versicherungen

Geldgürtel

wasserdichter Sack für all diese Dokumente

 

Ausrüstung:

Rucksack/Tagesrucksack

Schlafsack

Packbeutel/Kleiderbeutel

Kameratasche&Kopfband&Brustgurt&Zusatzakku&Microsimadapter

Handy mit Ladekabel

Laptop mit Ladekabel

Speicherkarten

Stirnlampe

Steckdosenadapter

Gaskocher

kleiner Topf

Besteck

Medikamente

 

Kleider:

6 Unterhosen 

5 Socken

Bikinis

3 T-shirts und 3 Tops

G1000 Hose

Jeans

2 kurze Hosen

1 Pulli

bequeme Schuhe/Wanderschuhe/Birkenstock

Regenjacke & Softshelljacke

Schal

Stricksocken/ Handschuhe

Kosmetikbeutel

 

das ist die Liste bis jetzt, kann sein das da noch etwas dazu kommt aber bis jetzt sind das 10 Kilo und ich habe das Gefühl das ich viel zu viele Klamotten dabei habe. Eigentlich wollte ich noch ein Zelt und Isomatte einpacken falls ich doch noch nach Nepal komme aber falls das der Fall sein sollte, kaufe ich mir eben ein neues Zelt

 

7.9.17 22:33, kommentieren

8 days left

Geduld Kinder bald ist es soweit

erst mal Jetlag von Kolumbien bekämpfen

2.9.17 00:39, kommentieren

Packliste für Kolumbien

Kleidung

2 lange Hosen schön

3 kurze Hosen

1 Laufhose

1 Jogginghose lang und kurz

2 Pullis

4 Tops

3 Tshirts

Regenjacke, Softshelljacke

G1000 Hose

10 Socken und Unterhose (waschen ist anstrengend)

1 Kleid

1 Jumpsuit

2 Turnschuhe

Birkenstocks

Flip Flops

 Sonstiges

Medikamente

erste Hilfe Set

Buch

Laptop

Ausrüstung für GoPro

Mitbringsel 

Stirnlampe

wasserdichter Sack

extra Rucksack 

Kosmetikartikel (wenn ich die jetzt alle aufsagen würde... ich bin halt doch nur ein normales mädel)

 

 

2.9.17 00:28, kommentieren

Bilder von Kolumbien

im botanischen Garten in Medellin

Pueblito Paisa in Medellin

auf dem Carfestival in Medellin

Ich in Pueblito Paisa

auf dem Streetfoodfestival in Medellin

Medellin

Streetfoodfestival Medellin

Carfestival

 

Happy Girl in Guatape

typische Straßen in Guatape

 

der Ausblick vom Berg bei Gautape

DER Berg

no title needed

Tuk Tuks in Guatape

Arepas make me happy 

 

Turbos schöner Strand

Turbos schöner Strand 2.0

traumhaft schönes Ferienhaus in Capurgana

privates Paradies

 

Strand in Sapzurro, Grenze zu Panama

Welcome to Panama

 

der Fisch aus dem Teich

Ronald ganz in seinem Element - Dorffest

 

schönes Restaurant in Barichara

 

2.9.17 00:24, kommentieren

Alle Bilder von Kolumbien

In Medellin im botanischen Garten

Pueblito Paisa in Medellin

Ausblick auf Medellin

Bei dem Autofestival in Medellin

Ich in Pueblito Paisa in Medellin

Medellin 

Auf dem Streetfoodfestival - Churros for life -

a happy girl in Guatape

Ausblick vom Berg bei Guatape

 

Die Straßen von Guatape

Kolumbianische Tuk Tuks

1.9.17 23:48, kommentieren

Neid, Welcome to New York und sauberes Wasser

Der Tag ist gekommen und ich packte meinen Koffer ins Auto, drückte mehrmals Oma (ja ich weinte… leicht) und fuhr dann mit Isidrio nach Bucaramanga. Auf der Fahrt überfuhren wir beinahe 2 Hunde und ich hatte bei jeder noch so leichten Steigung Angst dass das Auto mich nicht bis nach Bucaramanga brachte. Der Auspuff knallte mehrmals laut auf, bei Löcher in der Straße quietschte das Auto als hätte es gerade eine Vollbremse gemeistert und vorne hing das Kennzeichen gefährlich nach unten. Wie durch ein Wunder schafften wir es doch zum Flughafen und gingen direkt zum Schalter. Der Supervisor konnte Englisch weshalb es nicht allzu schwer war der Frau weiß zu machen das ich Fensterplätze recht weit vorne wollte, und auch bekam. Ich gab Isidrio noch sein Geld das er glücklich annahm und ging durch die Security. Die Durchsuchung war so lasch das ich wirklich Angst hatte das in meinem Flugzeug Verbrecher saßen, mein Flugzeug gesprengt oder entführt würde. Vorsichtig schaute ich mich um und betrachtete die anderen Fluggäste. Bis auf eine heulende Frau und ein mega cooler Gangster mit einer selbstverständlichen echten Goldkette um seinen Hals war niemand auffällig.

Aber jetzt mal im Ernst, ich hatte wirklich Sachen dabei die eigentlich nicht mitdurften und das interessierte die gar nicht. Selbst mein Wasser war kein Problem. Bei dem Smoothie von dem Typ vor mir schauten sie zwar komisch (wahrscheinlich hatten die noch nie so etwas gesundes Grünes gesehen) aber ich gab ihnen den Tipp einfach mal reinzuriechen und zu probieren. Was eigentlich als frecher Witz gemeint war wurde tatsächlich ernst genommen, weshalb der Typ dem der Smoothie gehörte mich angrinste.

Bald schon im Flugzeug, leicht angespannt wegen der unglaublich kleinen Maschine ging es los Richtung Panama. Zu allem Übel sagte uns der Pilot schon Unruhen voraus da ein Gewitter vor Panama lag. Als wir erstmals oben waren bemerkte ich schon wieder wie wunderschön die Anden doch sind. Und ich weiß nicht wann ich sie wieder sehen werde. Der Abschied von Land und Leute war wirklich schwer für mich. Kolumbien ich mein Herz bei dir verloren. Im Flugzeug bekam ich noch neidische Blicke von allen Seiten wegen meinen Arepas con Pollo, dessen Duft das ganze Flugzeug  und meine Nachbarn mit Neid erfüllte. Ich aß also mein sehr deliziöses Frühstück, bekam Blicke von überall und konnte aus dem Fenster den Ausblick genießen.

Von oben sah man traumhafte Inseln mitten in der Karibik und angsteinflößende Gewitterwolken. Er flog erst um den großen Berg Wolken herum und dann ging es direkt durch. Es rüttelte und schüttelte das ich schon dachte mein letztes Stündchen geschlagen. Ich dankte noch Gott für alles und schloss meine Augen. Nach weniger als eine Minute war alles vorbei und ich machte meine Augen wieder auf. Direkt vor mir lag die Skyline von Panama City. Vor lauter Schreck so etwas Schönes zu sehen sagte ich etwas zu laut FUCK. Kennt Ihr das Gefühl vor lauter Schönheit erstmals tief durchatmen zu müssen sodass man nicht vor lauter Grinsen keine Luft mehr bekommt?

Aus dem Flugzeug draußen stand eine heiße Wand vor mir. Es war unglaublich schwül und warm. Zum Glück gab es im Gebäude eine Klimaanlage. Nochmal durch eine viel zu lasche Security saß ich wieder im nächsten Warteraum und da schon alle da waren ging das Flugzeug schon früher los. Da es aber United Airlines war graute es mir vor dem Flug. Man bekommt kein Wasser und kein Essen. Alle muss man kaufen. Wenigstens Wasser sollte doch kostenlos sein. Ich bin wirklich tief enttäuscht von United!! Bitte bucht nicht eure Flüge mit der Airline – so ein Flug ist echt anstrengend wenn man in der Höhe keine Getränke hat und ein sehr trockenen Hals. In New York angekommen, mega cool begrüßt worden musste ich echt grinsend durch die Passkontrolle. Man ist ganz schnell Sweetheart, Honey oder Giiiirl. Sogar der Beamte von der Passkontrolle nannte mich Honey – was in Deutschland wohl als Flirten gilt ist hier ganz normal. Was mich wirklich mit Stolz erfüllte war das der Mann dachte das ich ein Native Speaker wäre. Als er sah dass ich von Deutschland war, führten wir noch Smalltalk wegen meinen acht Stunden Aufenthalt in New York und schon war ich in Amerika.

Auf der Toilette richtete ich mich noch bis mein Koffer da war, tauschte dann Geld und auf zum Airtrain. Ich war etwas hilflos weshalb mich ein Supervisor nach oben brachte, mit mir ein Ticket kaufte und mich von ihrem flirtlustigen Kollegen fernhielt. Die New Yorker sind wirklich ein lustiges und fröhliches Volk. Im Airtrain erkannte ich noch andere Schwaben, das einzigeste was ich hören konnte war OUH des isch aber deier. Grinsend hielt ich noch Smalltalk mit Ihnen und fuhr dann Richtung Pennstation (8AV in Manhattan). Im Zug fuhr ein Verrückter mit der jeden einzelnen im Zug mit einem lauten: Wow that fuckin amazing, its New York oder OOHH look at that, NEW YORK mit einem wirklich fantastischem Slang begrüßte. In der Pennstation musste ich mich kurz orientieren und ging dann hoch und stand mitten in Manhattan. Ich weinte beinahe vor Freude und musste wirklich lachen. Als Jugendliche wollte ich immer nach New York und plötzlich stand ich da mitten zwischen Tausenden, mit meinem Koffer und Rucksack und konnte meine Freude nicht verbergen. Ich lief Richtung Empire Stade Building aber nach nur kurzer Zeit bemerkte ich das ich es keine 3 Blocks schaffte mit meinem schweren Koffer. Zum Central Park war es mit Gepäck auch noch etwas zu weit also saß ich mich auf die Treppen des alten Gebäudes der Pennstation und sah auf das Empire State Builing und die 8 Avenue und aß meine Kekse. Leute die vorbeiliefen fragten nach dem Weg oder ob ich ein Bild machen konnte.

New York hatte mich innerhalb Sekunden verschlungen. Ich war elektrisiert von dem Verkehr, den Gebäuden und den Menschen. Ich dachte immer dass die Amerikaner überheblich, unfreundlich und dumm sind. Wie sich herausstellte sind nur die Amis dumm die nach Europa reisen (keine Ahnung von Geschichte, Geographie und unserem Fortschritt).

Nach einer halben Stunde auf der Treppe sitzen und den Flair genießen ging ich weiter Richtung Jamaica Station zumindest musste ich erst mal ein Ticket kaufen. Ich fragte eine Frau, naja in meinem Alter, und sie half mir mit dem Ticket. Aus irgendeinem Grund wollte der Automat meine Geldscheine nicht nehmen und die Frau schrie kurz herum und plötzlich standen 5 Leute neben mir und halfen mit dem Geld. Als es endlich geschafft war jubelten wir alle und jeder ging wieder seinen Weg. Beim JFK checkte ich innerhalb von Minuten ein und hielt wie hier wohl üblich Smalltalk was ich so mache, wie mein Urlaub war und ob ich New York nochmal sehen wollte. Ich ging recht schnell durch die Security und war überrascht, schließlich hatte ich mich die Security in Amerika viel strenger  vorgestellt. Jetzt war noch eine Stunde warten angesagt, ich schrieb meine Blog, ging fünfmal auf die Toilette und unterhielt mich wie üblich mit den Amis. Auch die waren überrascht über mein Englisch (Komplimente tun so gut).

 Im Flugzeug drin musste ich erkennen das ich neben einer Italienerin saß (seit meiner Arbeit in der Schweiz bin ich kein, KEIN Fan mehr von den Italienern) die ganz offensichtlich entweder ein Problem mit ihrer Blase hatte oder aber ein Fan von der Bordtoilette war. Alle halbe Stunde musste ich zur Seite gehen sodass die mit ihrem fetten Arsch an mir vorbei kommt.

Wenigstens die Flugbegleiter waren die Freundlichkeit in Person du brachten mir regelmäßig Wasser und Kaffee. Als alle um mich herum schliefen, die Italienerin auch, und ich immer noch nicht schlafen konnte kam die Flugbegleiterin auf mich zu und fragte ob alles okay sei oder ob ich was brauchte. Durch die Zeitverschiebung flog ich quasi tagsüber in der Zeit von Kolumbien und war deshalb fit wie ein Turnschuh. Sie brachte mir Kekse und Wasser und fragte mich nach meinem Urlaub aus und wie ich meine Reisen finanzieren konnte. Endlich hatte ich jemand zum Reden…

Endlich in Deutschland, erst mal auf die Toilette und deutsches Hahnenwasser getrunken wartete ich noch auf meinen Flixbus Richtung Heilbronn. Alles klappte wie am Schnürchen und ich war endlich daheim. Als ich auf der Toilette saß war ich überrascht von der Größe unseres Bads.  In Kolumbien bin ich beinahe mit dem Knie an der Wand und mit der Schulter am Waschbecken gewesen. Hier musste ich meine Füße ausstrecken um an die Badewanne zu kommen. Nach einem sehr leckeren Kuchen und Kaffee mit Mama und meinem Bruder zeigte ich noch Bilder und Videos, duschte mich mit HEIßEM WASSER und gingen zu Wildersinns zum Essen. Um 23 Uhr war ich aber total erschöpft und ging wieder heim. Ich habe bis um 14:30 Uhr geschlafen und jetzt sitze ich daheim mit meinem deutschen Bauernbrot und schreibe den Blog.

Grüße aus Deutschland…nur noch 9 Tage und ich bin wieder im Flugzeug Richtung Thailand…

 

1.9.17 17:36, kommentieren

Der Waschtag und großer Abschied

Heute Nacht war meine letzte Nacht in Kolumbien, zumindest eine Nacht in der ich schlafen konnte. Und ich schlief auch tatsächlich durch. Zum Frühstück machte Oma Pancakes weil sie wohl die mittlerweile schlechte Laune bei Vane bemerkt hat sobald es essen gibt. Nach dem Frühstück startete ich den Waschtag und nahm mein „teures“ Loreal Paris Shampoo und wusch meine kleine Fiona nochmal zum Abschied. Das sie wenigstens weiß ist bevor ich geh. Alle waren davon hellauf begeistert, den Fiona hatte sich zu einer kleinen Stinkbombe entwickelt. Fiona dagegen war weniger begeistert, sie heulte die meiste Zeit während der Dusche und schaffte es dass ich beinahe noch nasser wurde wie sie. Während ich im Becken Fiona wusch, nahmen Olga und Lady auf dem Waschbrett die gerade ermordeten Hühner aus. Was für ein Anblick so etwas für pingelige Deutsche wohl sein mag… Nach einer halben Stunde war ich endlich fertig, meine Beine zerkratzt und meine Hose nasser wie gewünscht. Fiona verkroch sich beleidigt und versuchte sich zu putzen, während ´sie ständig niesen musste wegen dem Shampoo. Ich zog mir schnell noch andere Klamotten an und dann gingen Alicia, Kevin und Ich nach Aratoca um uns online schon mal einzuchecken. Was wir uns einfach ausgemalt haben funktionierte vorne und hinten nicht.

Ich konnte mich letzten Endes gar nicht einchecken und Alicia musste abends nochmal hinfahren weil die von jedem noch einmal alle, und ich meine ALLE Daten wollten. Zurück bei der Finca, leicht (aber nur ganz leicht(…NICHT)) gab es Mittagessen, Patagones mit Reis und Hühnchen. Es schmeckte wie üblich sehr lecker aber heute ist ein Wunder geschehen und Alicia schaffte ihren Teller nicht. Und das obwohl sie schon den ganzen Urlaub alles (fr)isst was sie in die Finger bekommt, ich dachte schon ihr Magen hat sich verdreifacht aber ganz offensichtlich ist selbst ihr manches zu viel.

Nach dem Mittagessen kam die heißersehnte Nagelfrau und richtete uns nochmal bevor es Heim geht. Eine Pediküre kostet hier schließlich nur 1,60€…Daheim wäre das eine Lachplatte. Und diese Frau kannte noch nicht einmal so etwas wie Zeitgefühl. Sie hat wirklich für jeden mindestens eine halbe Stunde gebraucht, Menschen arbeiten hier nicht für die Zeit sondern für die Menschen. Das Nägel machen tat so gut das ich beinahe einschlief. Als sie mit mir fertig war zog ich noch die Massen an Bilder rüber die wir hier gemacht haben. Geraldine die mir zusah, kommentierte wirklich jedes Bild mit einem Ohh oder AHH. Manchmal fragte sie mich wo das denn war, obwohl sie bei dem ganzen Trip dabei war. Sie erkannte nicht einmal Medellin und behauptete dass es Aratoca sei. Aratoca ist ungefähr so groß wie Pfaffenhofen… Als kleine Info für die, die im Zabergäu wohnen…

Fertig mit den tausend Bildern ging ich duschen und genoss es heute tatsächlich eine halbe Stunde lang unter der kalten Dusche zu stehen. Ohnes Beinahe Ausrutschen und warmtanzen in der Dusche zog ich mich an und Olga flechtete meine  Haare damit sie bei der Reise nicht aussehen als hätte ich mich ein Jahrzehnt nicht mehr um meine Hygiene gekümmert.

Dann halfen Kevin, Marcel und Ich Lady das Abendessen zu machen. Wobei Marcel den Großteil half, ich half nur um schnorren zu könnenJ Heut Abend gab es Arepas gefüllt mit Hühnchen, Tomate, Zwiebeln und Ketschup und Majo. Die Arepas wurden heute aber frittiert und sie schmeckten einfach deliziös. Keine Ahnung wie ich es schaffte 2 ½ davon zu essen aber ich konnte nicht anders. Marcel richtete mir sogar noch einen Arepa für den Flug da ich kein Frühstück bekommen werde weil United Airlines gern ihre Passagier verhungern und verdursten lassen.

Nach dem Abendessen wurde noch geredet und geputzt und dann musste ich Abschied nehmen weil ich heute Nacht um 1 los gehe und da niemand mehr wach ist. In der Küche floss zwar eine kleine Träne wegen der Angst vorm Flug, ich habe mir nicht gerade die einfachste Route rausgesucht. Aber sonst konnte ich standhaft meine Trauer unterdrücken Lady, Olga und den Rest solange nicht mehr zu sehen. Es würde gedrückt und geküsst und da Alejandra schon eingeschlafen war knuddelte ich ganz vorsichtig mit ihr um sie nicht zu wecken. Da der kleine Engel aber mein Herz erwärmt hatte und ich ihr nicht angemessen Tschüss sagen konnte, floss heimlich still und leise eine sehr traurige Träne meine Backe herunter. Und dann gingen wir schlafen und weil ich so erschöpft war schlief ich tatsächlich ein…

 

1.9.17 15:54, kommentieren